WÖLFE

                                               

 

Von allen Säugetieren war der Wolf einst am weitesten verbreitet. Sein Lebensraum erstreckt sich über ganz Nordamerika und Eurasien. Nur in den tropischen Regionen kam er nie vor.

Dafür lebte er im eisigen Norden in der arktischen Tundra, im dunklen Nadelwald der Taiga und in der Mischwaldzone weiter südlich. In den heißen Steppen und in der Wüste war er vertreten, im Hochgebirge und im Flachland, in der Wildnis und in unmittelbarer Nähe des Menschen.

Kaum ein Tier ist so anpassungsfähig wie der Wolf!

Kein anderes Raubtier lebt auch von so verschiedenartiger Beute. Sie reicht von Beeren und Obst über Heuschrecken, Mäuse und Aas bis hin zu Beutetieren, die um ein Vielfaches größer sind als der Wolf selbst, wie zum Beispiel Hirsche, Elche oder Bisons. Darum sind auch bei keinem anderen wild lebendem Säugetier die einzelnen Tiere so verschieden groß, so unterschiedlich gefärbt und in ihrem Verhalten so verschiedenartig.

Die kleinen Wüstenwölfe wiegen gerade 20 kg, die großen Polarwölfe manchmal über 70 kg. Auf ihren Hinterbeinen stehend reichen manche Wölfe uns gerade bis zur Brust, andere überragen auch sehr große Menschen. Es gibt rein weiße und ganz schwarze, rote, braune und graue Wölfe und alle Farbnuancen dazwischen.

Manchmal sind sogar in einem Rudel völlig verschiedene Farben vertreten. In manchen Gebieten bilden Wölfe regelmäßig Rudel von mehr als zwanzig Tieren, in anderen leben sie nur paarweise oder als Einzelgänger. Meist aber besteht ein Rudel aus mehreren erwachsenen Tieren mit Jungen.

Das Leben im Wolfsrudel ähnelt sehr dem Leben in der Menschenfamilie. Deshalb war auch der Wolf das erste Tier, das vom Menschen gezähmt wurde. Das geschah vor ungefähr 15000 Jahren in der Eiszeit. Aus dem Wolf wurde der Hund, das mit uns am engsten verbundene Haustier. Später zähmte der Mensch weitere Tiere, wie Schaf, Ziege und Rind, und damit begann ein völlig neuer Abschnitt im Leben des Menschen. Von nun an lebte er nicht mehr als umherziehender Jäger und Sammler, sondern als sesshafter Bauer und Hirte.

Nach der Eiszeit wanderte der gezähmte „Hauswolf“ im Gefolge des Menschen auf alle Kontinente. Bald gab es kaum eine menschliche Gemeinschaft, in der keine Hunde gehalten wurden. Als Haustier zeigt der Hund eine nochgrößere Vielfalt an Größen und Formen, als das beim wilden Wolf der Fall ist.

                                                                

                                                                           



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