THE PERSUADERS - DIE ZWEI

                   

Für mich die beste Serie der 70ger Jahre, und auch heute noch durch die flotten, flopsigen Sprüche ein Ohrenschmaus.

Die beiden Hauptdarsteller, Tony Curtis und Roger Moore, eine Augenweide.   

   

Der eine ist ein typischer Aristokrat, der andere Amerikaner: Lord Brett Sinclair ist Experte in Sport, Frauen, Sprachen und Drinks, wohlhabend und absolut britisch. Danny Wilde wuchs in den Slums auf und hat sich bis zu den Spitzen der Hochfinanz hochgearbeitet. Er war reich und hat alles wieder verloren. Jetzt verdient auch er sein Geld so ganz nebenbei. Der pensionierte Richter Fulton hat den Ehrgeiz, Verbrecher hinter Gitter zu bringen, die durch die Lücken des Gesetzes geschlüpft sind. Er bringt die beiden Playboys zusammen, um einen untergetauchten Gangsterboss zu enttarnen. Aus Langeweile helfen sie Fulton immer wieder und geraten an die unmöglichsten Fälle. Doch mit einer gehörigen Portion Humor und flotten Sprüchen am laufenden Band kommen sie immer wieder auf die richtige Lösung.

 

"Die Zwei" - das sind Lord Brett Sinclair, alter englischer Adeliger, und Danny Wilde, im New Yorker Slum geboren, Selfmademan, Ölmillionär und Playboy. 

Der pensionierte Richter Fulton beabsichtigt, aus den beiden ein produktives Gespann zu machen. Er charakterisiert Sinclair und Wilde so: "Jeder von ihnen hat etwas zu bieten, gewisse Fähigkeiten - nichts Umwerfendes. Mischt man aber zwei harmlose chemische Verbindungen wie Salpetersäure und Glyzerin im richtigen Verhältnis, dann haben sie eine enorme Sprengkraft". 
Und genau diese Sprengkraft möchte Richter Fulton für seine Zwecke benutzen. Er hat es sich nämlich nach seiner Pensionierung zur Aufgabe gemacht, raffinierte Gesetzesbrecher zu jagen, denen man bislang nicht auf die Schliche kommen konnte.


Das Synchron-Team Rainer Brandt und Karl-Heinz Brunnemann verhalf der Serie in Deutschland zu seiner erstaunlichen Popularität. 
Rainer Brandt gelang es, aus dem Originaldrehbuch, das er persönlich "zu 20 Prozent langweilig" findet, eine Serie mit viel Pep, Charme und Witz zu machen. 
Die Stärke der deutsch-synchronisierten Version lag in den gelungen Wortspielen und Wendungen. Sprüche wie: "Es laust einen doch der mit dem langen Zottelfell", "Jetzt fliegen mir doch die Suppenhühner von den Augen" oder "Auf, auf, satteln wir den Dackel", die Rainer Brandt dem schnodderigen Amerikaner in den Mund legte, tauchten dann auch etwas variiert in der Umgangssprache der Jugendlichen auf. 

 

           

 

Roger Moore

Der Sohn eines Polizisten wurde 1927 in London geboren. Mit 15 entschloss er sich Kunst studieren, musste jedoch abbrechen, als er 19jährig in die Armee einberufen wurde. Nach dem Krieg schlug er sich mit kleineren TV-Rollen, als Dressman und Verkäufer durch. 
1953 zog es ihn in die USA, wo er seine erste große TV-Serie bekam: "Ivanhoe". Doch erst als Titelheld in der Serie "Simon Templar" wurde er weltweit bekannt. Leider verhinderte sein Vertrag für diese Rolle, dass der Brite schon früher den Zuschlag für James Bond erhielt. 
Statt dessen brillierte Roger Moore erst einmal in der Serie "Die 2" als wortgewandter Lord Sinclair. Erst 1972 bekam er eine zweite Chance als Agent Ihrer Majestät zu debütieren. Siebenmal trat er als Bond auf, bevor er Timothy Dalton das Feld überließ. 
Heute ist Moore in erster Linie als UNICEF-Sonderbeauftragter tätig. Filmauftritte sind selten geworden und wenn, dann nur in kleineren Rollen, wie 1996 in Jean-Claude Van Dammes Actionfilm "The Quest" und 1998 als Bösewicht in "Spice World" mit den damals noch fünf "Spice Girls". Moore war dreimal verheiratet und hat drei Kinder.

Tony Curtis 

wurde 1925 als Bernhard Schwartz in New York geboren. Vater Mono war in Ungarn ein bekannter Schauspieler gewesen, musste jedoch in den USA

sich und seine Familie als Schneider durchbringen. Immerhin trat Sohn Tony in seine Fußstapfen. Sein beruflicher Durchbruch kam in den 50er Jahren. Curtis spielte in Klassikern wie "Operation Petticoat" und "Manche mögen's heiß". 
Burt Lancaster wollte ihn als Partner in "Trapez", mit Handschellen an Sidney Poitier gekettet überzeugte er in "Flucht in Ketten". Einen Riesenerfolg landete er als Lebemann in der Serie "Die 2" mit Roger Moore. 
Fast noch bewegter als seine Karierre, war sein Privatleben. Er war Mitglied des legendären "Rat Packs" mit Dean Martin, Frank Sinatra und Sammy Davis Jr., hatte Alkohol- und Drogenprobleme sowie jede Menge Entziehungskuren zu verkraften. 

Verheiratet war der Frauenschwarm unzählige Male: 
1951-1962 mit dem Hollywood-Star Janeth Leigh.
Kinder: Kelly und Jamie Lee Curtis 
1963 - 1968 mit der deutschen Schauspielerin Christine Kaufmann. 
Kinder: Alexandra und Allegra Curtis-Kaufmann 
1968 - 1981 mit dem Mannequin Leslie Allen.
Kinder: Nicholas und Benjamin Curtis 
1984 - 1992 mit dem 37 Jahre jüngeren Starlett Andrea Savio 
1993 - 1995 mit der Rechstanwältin Lisa Deutsch
"Was das Geheimnis zu einem langen und glücklichen Leben ist?
Die Spucke junger Mädchen!" 

 Hier einige Sprüche aus der Serie:

 

Ach Cannes...,,, kann es warm sein, kann es kalt sein, kann es schön sein, Hauptsache man kann es!

Auf, auf, satteln wir den Dackel!

Dann machen sie den Mund auf und atmen sie durch, sonst sind sie später so kühl und blass! 

Für dich tu ich doch alles, da werf' ich mich sogar hintern Zug.

Ganz im Gegentum!

Geben sie mal Pfötchen!

Grazie tante - ja auch Gruß an die Tante:

Haben Sie einen Lieferwagen? Wer so viel Holz vor der Hütte hat, muss doch einen Lieferwagen haben!

I kotz and doppelkotz:

Immer hereinspaziert, nur nicht zaghaft sein. Die Pferde auch - hier bin ich Pferd, hier darf ich sein. 

In diesem Ton dürfen sie nicht mit mir reden, sie Knipse. Sonst gibt's eins auf 's Maul.

Ja wie schmecken denn das euer Durchbruch?

Man muss einer Dame doch erst mal das Höfchen machen.

Mit der auf 'ner Insel und dann keine Post und 14 Tage Regen, ich kann Albträume haben!

Nehmen sich einfach ihre Murmeln, geh'n auf 'nen anderen Hof spielen!

Nehmen sie mal 'nen Schluck Champus in den Mund, sonst stauben sie so beim Sprechen:

Nun mal aufgemerkt.

Reich den Vorderhuf, sag artig aufwiederbein.

Schöne Tapete haben sie an, selbstgemalt?

Sinclair,...wie Eclair, der beißbare Liebesknochen.

Subtrahieren sie sich, aber bitte rasch.

Mal mit arbeiten versuchen, versaut einem zwar den ganzen Tag...

Euer Lordsiegelverkleber haben so 'n Dampf in der Bluse – wohl Kohl gegessen, was?  

Mir schwellt da eine Frage im Gebeiß!

 

                                                             



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