LUXEMBURG - LETZEBUERG

 

                                                      

Denen, die Luxemburg noch nicht kennen, möchte ich hier meine, wenn auch kleine, jedoch sehr angenehme Heimat, vorstellen.

Wie den meisten bekannt, ist Luxemburg, ein "Grand Duché", ein Groß-Herzogtum, und wurde bis 1964 von der Groß-Herzogin Charlotte regiert, nach deren Tod, ihr Sohn Jean die Nachfolge antrat, bis 2001, sein ältester Sohn Henry nachrückte und nun mit seiner Frau Marie-Theresia, die großherzogliche Familie darstellt.

                                

Wie schon gesagt, ist Luxemburg ein kleines Ländchen, das man in cirka 3 Stunden, vom Süden in den Norden, leichtens mit dem Auto durchqueren kann!

Hängt natürlich von der Fahrweise ab, Michael Schumacher würde es wahrscheinlich in einer Stunde schaffen

Der Süden wird, wenn auch immer weniger, von den "Schmelzen", Hüttenwerken geprägt, die in den letzten Jahren jedoch, immer mehr Arbeitsplätze abgebaut haben. Ich denke, dass sie heute wahrscheinlich, nur noch mit einem Drittel der Arbeiter auskommen, als noch vor 30Jahren. Hier bei uns im Süden, auf letzebuergesch "Minett" genannt, wo auch meine Wenigkeit lebt und arbeitet, war es jedenfalls normal, dass jeder zweite Vater, ein "Schmelz Arbeiter" war, was heute leider nicht mehr stimmt.

Na ja, leider ist gut, so toll ist die Arbeit in einem Hüttenwerk nun doch wieder nicht, aber damals, waren die Männer stolz, einen Job auf der Schmelz zu bekommen, da man mit Wechselschichten und langem "Tour", das hieß nach Nachtschicht am gleichen Tag wieder auf Mittagsschicht, oder nach Mittagsschicht auf Frühschicht usw., gutes, wenn auch hartverdientes Geld nach Hause trug, um der Familie ein besseres Leben zu ermöglichen.

 

Auch mein Vater hatte den Blaumann und den Helm, 40Jahre lang an, ist aber seit 13 Jahren, in seiner wohlverdienten Rente und hat uns Kindern, ein Leben ermöglicht, wie er es nie hatte.

 

Der Norden, auch Ösling "Eissleck", genannt, ist die grüne Ader Luxemburgs und nimmt ungefähr ein Drittel des Landes ein. Im Ösling liegen sehr schöne Städte, die sogar für einen Einheimischen, immer wieder einen Besuch wert sind. Überhaupt findet man durch das ganze Land, malerische Dörfer und Plätze, und für Wanderer und Radler, ist Luxemburg im Sommer, ein kleines Paradies.

                                                       

Auch finden Wasserratten, sei es Surfer, Segler oder Taucher, sicherlich am Stausee oder an der schönen Mosel, ihr Vergnügen. Aber auch für die weniger Sportlichen, zu denen auch ich gehöre, gibt es viel zu entdecken, und das immer wieder aufs neue.

Zu meinen Lieblingsplätzen gehören, Vianden, mit seinem alten Schloss, überhaupt ist Luxemburg auch bekannt für seine Burgen und Schlösser!

                                                        

Als der Teufel Luxemburg durcheilte, soll sein mit Trutzburgen und Grafenschlösser gefüllter Sack geplatzt sein und der Inhalt sich über das ganze Land verbreitet haben.

                                                                                          

Legende hin, Legende her, wir Luxemburger sind stolz auf dieses satanische Erbe.

Larochette, mag ich auch sehr, eine kleine Stadt, umgeben von Felsen, und natürlich Luxemburg-Stadt, die Teile " Grund " und " Clausen ", darf man sich nicht entgehen lassen, besonders am Abend, wenn die Lichter, diese alten Gassen ins rechte Licht rücken.

Allerdings, sollte man sein Auto, am besten oberhalb stehen lassen, da Parkplätze hier fast ein Fremdwort sind.

Aber wers trotzdem versuchen will, - ich hab ihn jedenfalls gewarnt.

Die Place d' Armes, ist für jeden Touristen ein Muss, hier flanieren die Luxemburger auf und ab, und trinken ihren " Patt " , ( Getränk ), meist alkoholischer Herkunft!

Hier auf der "Pless" ( beliebte Kurzform der Städter für ihre Place d' Armes), heißt die Devise, sehen und gesehen werden. An den Wochenenden, besonders bei schönem Wetter, muss Gott es schon gut mit einem meinen, damit man einen freien Tisch, auf einer der zahlreichen Terrassen erhascht

Die Luxemburger lieben ihr Bier, meist Mousel oder Bofferding, über alles und natürlich ihren "Mouseler Wengchen" ( Wein aus dem Traubengebiet an der Mosel).

Wobei wir an der schönen Mosel wären, deren breite, Kurvenreiche Strasse, von Schengen über Remich, nach Wasserbillig und Grevenmacher führt, immer am Fluss entlang. Die zahlreichen Kellereien, laden zu Kostproben ein und bei einer guten " Friture " ( kleine Fische im Mehlteig gewendet und dann in der Friteuse gebacken), einer " Hameschmier " ( eine große Stulle, mit gekochtem und rohem luxemburger Schinken), oder vielleicht einer " Bouneschlupp " ( grüner Bohneneintopf, zwar eher für Wintertage, aber doch lecker), kann man dann den Tag ausklingen lassen.

                                                                                     

So genug geschwärmt! Für diejenigen, die sich noch schlauer machen möchten, hier ein Link zu Luxembourg. http://www.luxembourg.de

 

Ich wünsche denen, die unser Ländchen einmal besuchen wollen, einen schönen Aufenthalt und lasst es mich wissen, wenn ihr hier ward, wie es euch gefallen hat.

Ob per Email oder im Gästebuch, ich werde antworten. Auch für etwaige Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Hier ein luxemburgisches Lied, das ich übersetzt habe. Es handelt von Jemandem der nach Amerika auswanderte und den die Sehnsucht nach seinem Dorf nicht loslässt.  

An Amerika – In Amerika (Von Michel Lentz)

Vu méngem Duerf goung ech hier,- Von meinem Dorfe ging ich weg

Dat frësch am Grénge lait             - Das frisch im Grünen liegt

Dohannen iw'rem grousse Mier    - Dort drüben über'm grossen Meer

Sou wait fu mier, sou wait;           - So weit von mir, so weit

Do stét en aremt klinzecht Haus,  - Dort steht ein armes kleines Haus

Eng Bänk virun der Dir,                 - Mit einer Bank vor seiner Tür

Do brét eng Lann hir Blieder aus, - Dort breitet eine Linde ihre Blätter aus

Mecht kille Schied derfir :           - Wirft kühlen Schatten dort davor

Refrain:

Wéi hun ech d'Hierz sou wéi !     - Wie tut das Herz mir weh so weh

Get mir main Dach fu Stréi          - Gebt mir mein Dach von Stroh

A méngem Duerf erem,               - In meinem Dorf zurück

Ech gin iech alles drem !             - Ich geb euch alles dafür

 

Fu ménger Mamm fort goung ech hier;  - Von meiner Mutter ging ich fort

Dé gudden Engel do,                      - Der gute Engel dort

Mat hirem Hierz gét iwer d'Mier     - Mit ihrem Herz kommt sie sogar

Si iweral mir no;                             - Übers Meer mir nach

Op onser Bänk virun der Dir            - Auf unserer Bank vor der Tür

Hu mir sou oft gesiess,                     - Haben wir so oft gesessen

A koum ons d'Liewen däischter fir, - Und kam das Leben uns dunkel vor

Mir hun et do fergiess:                    - Dort haben wir's vergessen

Refrain:

Fun hinnen zwé fort goung ech hier, - Von beiden weg, kam ich her

Hunn néierens keng Rou;                   - Hab nirgends, keine Ruhe

An zënter zwëschen ons dat Mier,  - Und seit zwischen uns das Meer

Gin ech och nët méi frou;                 - Werd ich auch nicht mehr froh

Kënnt op der Bänk virun der Dir -    - nnt auf der Bank, dort vor der Tür

Ech sëtzen eng Minutt            - Ich doch nur kurz noch einmal sitzen

Bei hinnen zwé, da wär et mir    - Bei den beiden, dann wär es mir

Op deser Welt rem gutt !              - Auf dieser Welt, auch wieder gut!

                                                                                



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