HERBERT HERRMANN - JENNIFER NITSCH

Herbert Herrmann der Sunnyboy des deutschen Theaters und Films. Herbert ist erfrischend jungenhaft und man kann sich eigentlich nicht vorstellen, dass er je älter wird.

                                

Herbert Herrmann ist vielen von uns aus Fernseh-Komödien wie "Hexenschuß" oder der Serie "Ich heirate eine Familie" bekannt. Doch auf dieses Genre wurde er nicht etwa von anderen festgelegt, nein, er hat es sich selbst ausgesucht, weil es ihm besonders gut liegt und es ihm Freude bereitet, genau das zu spielen. Inzwischen allerdings ist es so, daß das Publikum das auch erwartet - hört man den Namen Herbert Herrmann will man beste Unterhaltung - und bekommt sie!  

Doch das gilt nicht nur fürs Fernsehen, sondern auch fürs Theater. In Zusammenarbeit mit dem "Theater am Kurfürstendamm" in Berlin spielt er in Stücken mit wie "Wer hat Tante Myrthle gesehen?", "Nachspiel" oder "Ein Mann, ein Wort". Häufig übernimmt er in diesen Produktionen zusätzlich die Regie. Tourneen führen ihn dabei häufig durch ganz Deutschland, was er genießt. Er liebt es unterwegs zu sein, fremde Städte zu sehen, immer wieder auf ein anderes Publikum zu treffen, neue Herausforderungen zu bewältigen. 

Dabei ist Herrmann auch privat ein lustiger Typ, der meistens gut gelaunt ist und optimistisch in die Welt schaut. Die Laune verderben kann ihm nur die Unzufriedenheit vieler Leute.  

Um so erstaunter, daß seine Lieblingslektüre nicht gerade eine leichte ist. Denn er bevorzugt keinesfalls Romane sondern die Biographien großer Persönlichkeiten von Gorbatschow bis David Niven, von Genscher bis Bahr. Besonders interessiert ist er dabei an Weltpolitik und Theatergeschichte, wobei er geschichtlich auch allgemein sehr interessiert ist. 

Er favorisiert die Biographie von Michail Gorbatschow ganz besonders, denn der ist für Herbert Herrmann eine ganz besonders interessante Persönlichkeit. Genau wie Henry Kissinger, der viele Dinge in der Welt bewegt hat. Nach Meinung von Herbert Hermann kann man bei diesen Persönlichkeiten nur noch zuhören und von ihnen lernen.

Jennifer Nitsch eine phantastische junge Schauspielerin, die noch eine grossartige Karriere vor sich hatte.

                           

Geboren am Samstag, 10. Dezember 1966, in Köln, Deutschland

Gestorben am Sonntag, 13. Juni 2004, in München, Deutschland

 

Die Wahlmünchnerin Jennifer Nitsch hatte sich aus dem Stand in die erste Garde der Nachwuchsschauspielerinnen katapultiert. Ob in dem Fünfteiler "Nur eine kleine Affäre" (Adolf Grimme Preis 1995) als Mode-Designerin zwischen zwei Männern, als Emanze in "Allein unter Frauen" (1991) oder im Sechsteiler "Die Straßen von Berlin" (1995) als couragierte Kommissarin Irene Starnow, die aparte Ex-Kölnerin begeisterte nicht nur ihre Fans.  

Für "Bellheim"-Regisseur Dieter Wedel hat sie "etwas Unverwechselbares", ein Grund sie 1994 für seinen Vierteiler "Der Schattenmann" zu engagieren. Außerdem spielte sie unter der Regie von Michael Keusch ("Das ist dein Ende", 1995) und Milan Dor ("Internationale Zone"). Das Jahr 1994 war ein Superjahr für die dunkelblonde Actrice, deren Erfolgsrezept "Viel Mut zum Neinsagen" heisst.  

Eigentlich wollte sie Kostümbildnerin werden, merkte aber bald, dass es ihr vor der Kamera besser gefiel. Nach der Schauspielschule begann Jennifer Nitsch ihre Karriere mit kleinen Rollen in "Der Alte" und "Derrick". Und wie so oft spielte der Zufall mit. Die Münchner Casting-Agentin Sabine Schroth erkannte das Potential der Nachwuchsschauspielerin in einem Bewerbungsvideo, dann kam der Durchbruch mit Sönke Wortmanns "Allein unter Frauen". An Angeboten mangelte es seitdem nicht mehr, es folgten Rollen in der Serie "Freunde fürs Leben" (1992/93), in Hartmut Griesmayrs Kinofilm "Ein Mann für meine Frau" (1992) und in Uwe Jansons TV-Öko-Thriller "Gefährliche Verbindung" (1993).  

Mit Entsetzen dachte sie manchmal an den Beginn ihrer Karriere zurück: In der Serie "Jolly Joker" (1991) stand sie einen Moment oben ohne da und ein Paparazzi vermarktete das kompromittierende Foto. "Wer einmal als Betthäschen durch die Blätter geisterte, dem traut man doch nichts zu", befürchtete sie. Zum Glück war das Zuckerpüppchen-Klischee bald Schnee von gestern, beweist doch ihr Bilderbuchstart, dass sich Qualität durchsetzt. Die kämpferische Schauspielerin liebte selbstbewußte und starke Frauencharaktere, wollte keinen "Mist" auf Zelluloid abliefern, sondern seriöse Arbeit.  

Deshalb arbeitete sie wie besessen und engagiert, auch wenn das Privatleben mal darunter litt. Ihr Ehrgeiz trieb sie an, und um aufzufallen, benötigte sie schon lange keinen "Minirock" mehr. Kritiker verglichen sie schon mit der jungen Romy Schneider. So überzeugte sie auch als "working girl" in Peter Wecks "Diebinnen" (1995). Im Jahr darauf spielte Jennifer Nitsch in Thomas Bergers etwas übertriebener Liebekomödie "Busenfreunde" eine gutaussehende junge Frau, die mit ihren vier Ex-Liebhabern in eine WG zieht. Michael Junckers "Frauen lügen nicht" (1996) hingegen zeigte sie als Italienurlauberin, die sich in einen Chirurgen verliebt, der allerdings ein dummes Spiel mit ihr treibt.  

Eine Paradevorstellung ihrer Schauspielkunst gab Jennifer Nitsch auch in Ben Verbongs Kriminalfilm "Schock - Eine Frau in Angst". Hier hab sie die Zeugin eines Mordes, die sich allerdings an nichts mehr erinnern kann und und zunächst vor den Ordnungshütern flieht. Danach besetzte sie Erwin Keusch in seinem gelungenem Krimidrama "Die letzte Chance", in dem ihr Michael Mendl als Anwalt zu ihrem Recht verhilft. Im gleichen Jahr standen auch Dreharbeiten in Afrika auf dem Programm: Mit Sebastian Koch stand die Actrice in Diethard Klantes TV-Produktion "Schwarzes Blut" vor der Kamera, gefolgt von Lamberto Bavas mehrteiliger Piratenmär "Die Piraten der Karibik". Überzeugend war auch ihre Darstellung einer toughen Kriminalassistentin in dem Thriller "Ein Mann wie eine Waffe" von Michael Rowitz.  

Viel Verwirrung um eine angebliche Geliebte, die ihrem Glück mit Max Tidof im Wege steht, gab es dann in Uwe Wilhelms Beziehungskomödie "Männer sind wie Schokolade". Und auch in dem Thriller "Lieber böser Weihnachtsmann" (1999), erneut unter der Regie von Ben Verbong, überzeugte Jennifer Nitsch, dieses Mal als Mutter und Ehefrau, deren Familienidyll von einem Mörder gestört wird. Einmal mehr als resolute Frau erlebte man die Nitsch auch in den TV-Thriller "Am Ende die Wahrheit", in dem sie den Tod ihres Bruders aufzuklären sucht. Schließlich sah man sie in in der Komödie "Freundinnen für immer", eine Regiearbeit von Konrad Sabrautzky.  

Am 13. Juni 2004 stürzte die Schauspielerin aus ihrer Münchener Wohnung aus dem vierten Stock in Tod. Die Polizei vermutete zunächst Selbstmord, da Fremdverschulden auszuschließen sei. Es kann sich aber auch um einen Unfall gehandelt haben, da Jennifer Nitsch zum Zeitpunkt ihres Sturzes einen Alkoholwert von 3,1 Promille im Blut hatte.  

Weitere Filme mit Jennifer Nitsch: Gero Erhardts "Himmelsschlüssel" (1991), "Glückliche Reise" (1992, Serie), "Wolffs Revier - Mord ist strafbar" (1992, Serienepisode), Michael Keuschs Drama "Das ist dein Ende" (1994), "Die Straßen von Berlin - Alleingang", "Die Straßen von Berlin - Babuschka", "Die Straßen von Berlin - Dunkelrote Rosen", "Die Straßen von Berlin - Die letzte Fahrt der "Ashanti Star", "Die Straßen von Berlin - Die Akte Stalin", "Die Straßen von Berlin - Wiener Glut" (alle 1995), Michael Keuschs TV-Thriller "Die Sexfalle", Sigi Rothemunds Thriller "Lebenslang ist nicht genug", der Thriller "Klassenziel Mord" von Michael Rowitz (alle 1997), "Der weiße Elefant" von Gianfranco Albano (1998), Christoph Schrewes Liebeskomödie "Sex oder Liebe?" (1999), als blondes Gift im ZDF-Fünfteiler "Ein unmöglicher Mann", "Ich pfeif auf schöne Männer", Christoph Schrewe Komödie "Gibt es die wahre Liebe?" (alle 2000), "Das Geheimnis der Mittsommernacht", "Terror im Orientexpress", "Dorian - Pakt mit dem Teufel" (alle 2001), "Tatort - Bienzle und der Tag der Rache" (alle 2002), "In der Höhle der Löwin", "Im Namen des Herrn" (beide 2003), "Geerbtes Glück" (2004), die Serien-Episoden "Der Alte: Das Testament des Doktor Z." und "Der Alte: Ein tödliches Drama" (beide 2004) sowie "Judith Kemp" (2004).

 

                                                                       



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